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Fachinformation zu Fortecortin® Tabletten:Merck (Schweiz) AG
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Dosierung/Anwendung

Dexamethason wird in einer individuellen Dosierung verabreicht, wobei sowohl Schwere und Verlauf der Krankheit, die Reaktion des Patienten als auch die voraussichtliche Dauer der Medikation berücksichtigt werden.
Die Tagesdosis sollte morgens auf einmal verabreicht werden (zirkadiane Therapie). Bei der Behandlung des Hirnödems sowie im Rahmen der palliativen und antiemetischen Therapie kann es erforderlich sein, die Tagesdosis in 2-4 Einzeldosen zu geben.
Falls nötig können die Fortecortin-Tabletten halbiert werden. Sie sollten jeweils nach den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit unzerkaut geschluckt werden.
Zur Verminderung unerwünschter Wirkungen soll, sobald es der Zustand des Patienten erlaubt, eine anfangs hohe Dosierung schrittweise (in Abständen von einigen Tagen) reduziert werden. Für Dexamethason beträgt die Erhaltungsdosis gewöhnlich nicht mehr als 0.5-1 mg pro Tag. Da für Fortecortin keine tiefdosierten Tabletten zur Verfügung stehen, wird für die langfristige Therapie Predniso(lo)n empfohlen (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).
Beim Hirnödem beginnt man in schweren Fällen meist mit der intravenösen Verabreichung von Dexamethason und geht bei Besserung auf die orale Behandlung mit täglich 4-16 mg über. In leichteren Fällen genügt gegebenenfalls die orale Anwendung von 2-8 mg.
Bei akuten Schüben einer chronischen Polyarthritis, die durch nichtsteroidale Antirheumatika nicht ausreichend beherrscht werden können, bei schwerem Bronchialasthma, bei akuter Erythrodermie, bei akuten Schüben von Pemphigus vulgaris, kutaner Sarkoidose und Colitis ulcerosa, bei der Anfangsbehandlung akuter unkontrollierbarer Ekzeme Initialdosis 4-16 mg pro Tag. Bei einer im Anschluss an die Behandlung des akuten Schubes geplanten Langfristtherapie sollte die Behandlung von Dexamethason auf Predniso(lo)n umgestellt werden.
Bei schweren Infektionskrankheiten (nur in Verbindung mit Antibiotika) pro Tag 8-16 mg für insgesamt 2-3 Tage mit raschem Dosisabbau.
Zur Palliativtherapie maligner Tumoren initial 8-16 mg; Dauerdosierung 4-12 mg pro Tag.
Zur Prophylaxe und Therapie von Zytostatika-induziertem Erbrechen am Tag vor der geplanten zytostatischen Therapie 8 mg oral; zu Therapiebeginn 8-12 mg i.v., danach pro Tag 16-24 mg oral für insgesamt 2 Tage.
Langzeitbehandlung
Die gestörte Stressreaktion unter Glukokortikoid-Langzeittherapie macht eine Anpassung der Kortikoiddosis an Stressbedingungen notwendig. Hierfür wird üblicherweise Hydrocortison i.v. verwendet:
·Bei Allgemeinkrankheiten: Verdopplung, evtl. Verdreifachung der zuletzt gegebenen Fortecortin Dosis
·Bei kleinen Eingriffen: zusätzlich vor Beginn 100 mg Hydrocortison i.v.
·Bei mittelgrossen Eingriffen: zusätzlich vor Operation 100 mg Hydrocortison i.v. und dann alle 6 Stunden je 100 mg Hydrocortison während 24 Stunden
·Bei grossen operativ-chirurgischen Eingriffen: zusätzlich vor Operationsbeginn 100 mg Hydrocortison und dann alle 6 Stunden mindestens während 72 Stunden. Weitere Behandlung je nach Verlauf
Wie jede Glukokortikoid Therapie sollte auch eine Behandlung mit Fortecortin nicht plötzlich abgebrochen, sondern durch eine langsame, stufenweise Verringerung der Tagesdosis beendet werden, um eine Verschlechterung oder ein akutes Wiederaufbrechen der Krankheit, eine akute Nebennierenrindeninsuffizienz und ein Kortison-Entzugssyndrom zu vermeiden.
Für den Fall, dass Fortecortin anstelle von anderen Glukokortikoiden eingesetzt werden soll, sind die Äquivalenzdosen zu berücksichtigen (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).
Pädiatrie
Die Dosierung sollte mehr auf die Schwere der Krankheit und das Ansprechen auf die Therapie als auf Alter, Körpergewicht oder Körpergrösse abgestellt werden. Bei Kleinkindern und Kindern von 0-11 Jahren sind im Allgemeinen geringere Dosen als bei Erwachsenen ausreichend. Nach einem ausreichenden Ansprechen sollte die Dosis von Dexamethason in kleinen Schritten auf die niedrigst mögliche Dosis reduziert und sobald als möglich abgesetzt werden. Während einer Langzeitbehandlung sollte die Therapie intermittierend oder alternierend erfolgen.
Bei schweren Krankheitsbildern ist meist eine i.v.-Applikation von Dexamethason erforderlich (siehe Fachinformation von Fortecortin Inject). Falls eine Umstellung auf orale Medikation möglich ist, entspricht die Dosierung der i.v.-Dosierung. Es gelten folgende allgemeine Dosierungsempfehlungen:
·Akuter Schub einer chronischen Polyarthritis, der durch nichtsteroidale Antirheumatika nicht ausreichend beherrscht werden kann:
0.15-0.45 mg/kg pro Tag (bei lebensbedrohlichen Situationen Kurzinfusion mit 3 mg/kg Dexamethason)
·Schweres Asthma bronchiale:
0.15-0.3 mg/kg pro Tag für einige Tage. Bei einer im Anschluss an die Behandlung des akuten Schubes geplanten Langfristtherapie sollte die Behandlung von Dexamethason auf Predniso(lo)n umgestellt werden, da für Fortecortin keine tiefdosierten Tabletten zur Verfügung stehen
·Akute Schübe schwerer Dermatosen (z.B. Erythrodermie, Pemphigus vulgaris, unkontrollierbare Ekzeme, kutane Sarkoidose):
Dosierung je nach Schweregrad: hohe Dosierung 0.3-0.45 mg/kg, mittlere Dosierung 0.15 mg/kg, jeweils pro Tag
·Prophylaxe und Therapie von Zytostatika-induziertem Erbrechen:
2-4 mg ca. 30 Min. vor Zytostatikagabe plus 2-4 mg ca. 6-8 Std. nach Chemotherapie

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