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Fachinformation zu 18F-Fluoroglukose ZRP:USZ - Zentrum für Radiopharmazie, Nuklearmedizin
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Fahrtücht.Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.
PackungenReg.InhaberStand d. Info. 

Zusammensetzung

Wirkstoff: 2-[18F]Fluor-2-desoxy-D-glukose,
Nuklid: [18F]Fluor
Hilfsstoffe: NaH2PO4.2H2O 8.1 - 13.2 mg
Ethanol 2 - 5 mg
Wasser für Injektion ad. 1 ml
Das Präparat enthält keine Konservierungsmittel.
Spezifikationen
Radionuklid Reinheit: 18F > 99%
Radiochemische Reinheit: [18F] FDG > 95%,
[18F] Fluorid < 5%
Aktivitätskonzentration: 500 – 5000 MBq/ml zum Zeitpunkt der Abfüllung.
Spezifische Aktivität: 2.86 pg / MBq.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Verwendungsfertiges Radiodiagnostikum zur intravenösen Injektion mit 0.5 – 50 GBq pro 10ml (zum Zeitpunkt der Abfüllung).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

18F-Fluoroglukose ZRP ist ein Radiodiagnostikum zur Untersuchung der regionalen Glukose-Umsatzrate in Organen und Geweben bei onkologischen, neurologischen und kardiologischen Fragestellungen, sowie zur Darstellung entzündlicher Prozesse.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene: Empfohlene Dosierung 150 – 500 MBq 2-FDG (Aktivität zum Zeitpunkt der Injektion), je nach Körpergewicht, Indikation und Art der Kamera. Für Erwachsene (70 kg Körpergewicht) wird eine Radioaktivitätsdosis bis 350 MBq (Torso) bzw. bis 250 MBq (Gehirn) als intravenöse Injektion empfohlen (diese Werte entsprechen den diagnostischen Referenzwerte (DWR) wie sie in der BAG Weisung L-08-01 vom 16.05.2014 veröffentlich wurden). Allgemein wird die zu injizierende Aktivität basierend auf dem Körpergewicht berechnet: 5.2 MBq/kg für eine Rumpf-Untersuchung und 3.7 MBq/kg für eine Gehirn-Bildgebung (Aktivität zum Zeitpunkt der Injektion). Je nach PET-Kamera Modell (z.B. höhere Sensitivität) kann eine tiefere Aktivität (2.5 – 3 MBq/kg) in Betracht gezogen werden, ohne die Bildqualität bzw. Aussagekraft der Diagnose zu beeinträchtigen.
Pädiatrie: Für Patienten unter 18 Jahren liegen nur wenige klinische Daten zur Sicherheit und diagnostischen Wirksamkeit des Arzneimittels vor. Deshalb sollte vor einer Anwendung eine sorgfältige Nutzen/Risiko-Abwägung erfolgen.
Die zu verabreichenden Aktivitäten bei Kindern und Jugendlichen können gemäss den Empfehlungen der Dosierungsübersicht der pädiatrischen Arbeitsgruppe der EANM berechnet werden (EANM paediatric dosage card, Version 01.02.2014). Die anzuwendende Aktivität kann durch Multiplikation einer Grundaktivität (25.9 MBq für Torso- bzw. 14.0 MBq für Gehirn-Bildgebung) mit einem von der Körpermasse abhängigen Koeffizienten (s. Tabelle) berechnet werden:
Zu injizierende Aktivität = Grundaktivität x Koeffizient
Minimale Aktivität für die Pädiatrische Population: 26 MBq (Torso), 14 MBq (Gehirn).

Gewicht (kg)

Koeffizient

Gewicht (kg)

Koeffizient

3

1

32

7.29

4

1.14

34

7.72

6

1.71

36

8.00

8

2.14

38

8.43

10

2.71

40

8.86

12

3.14

42

9.14

14

3.57

44

9.57

16

4.00

46

10.00

18

4.43

48

10.29

20

4.86

50

10.71

22

5.29

52-54

11.29

24

5.71

56-58

12.00

26

6.14

60-62

12.71

28

6.43

64-66

13.43

30

6.86

68

14.00

Vorbereitung und Überwachung des Patienten
Die Patienten sollten mindestens 4 Stunden vor der Applikation von 2-FDG keine Nahrung zu sich nehmen. Um eine Hyperfixation im Muskel oder Gehirn zu vermeiden, sollte den Patienten empfohlen werden, vor der Untersuchung schwere körperliche Anstrengungen zu vermeiden. Kurz vor der Untersuchung sollen die Patienten bequem sitzen oder liegen und weder lesen noch sprechen. Vor der Applikation sollte ein Blut-Glukose-Test durchgeführt werden (s. “Interferenzen“)
Durchführung der Untersuchung
Die 2-FDG Lösung wird langsam durch strikt intravenöse Injektion appliziert. Die Aufnahmen werden üblicherweise 45 bis 60 Minuten nach der Injektion begonnen.
Strahlenexposition
Das Organ mit der höchsten Strahlenbelastung ist die Blasenwand (s. Tabelle). Nach Injektion von 350 MBq beträgt die effektive Dosis für einen Erwachsenen (70 kg) 6.7 mSv.

Absorbierte Dosis pro verabreichter Aktivität (µGy/MBq)Auszug aus ICRP 106

Organ

Erwachsene

15 Jahre

10 Jahre

5 Jahre

1 Jahr

Nebenniere

12

16

24

39

71

Blase

130

160

250

340

470

Knochenoberfläche

11

14

22

34

64

Gehirn

38

39

41

46

63

Brust

9

11

18

29

56

Gallenblase

13

16

24

37

70

Gastrointestinaltrakt

 

 

 

 

 

Magen

11

14

22

35

67

Dünndarm

12

16

25

40

73

Dickdarm

13

16

25

39

70

oberer Dickdarm

12

15

24

38

70

Unterer Dickdarm

14

17

27

41

70

 

 

 

 

 

 

Herz

67

87

130

210

380

Nieren

17

21

29

45

78

Leber

21

28

42

63

120

Lungen

20

29

41

62

120

Muskeln

10

13

20

33

62

Speiseröhre

12

15

22

35

66

Ovarien

14

18

27

43

76

Bauchspeicheldrüse

13

16

26

40

76

Rotes Knochenmark

11

14

21

32

59

Haut

8

10

15

26

50

Milz

11

14

21

35

66

Testes

11

14

24

37

66

Thymus

12

15

22

35

66

Schilddrüse

10

13

21

34

65

Uterus

18

22

36

54

90

Sonstige Gewebe

12

15

24

38

64

Effektive Dosis (µSv/MBq)

19

24

37

56

95

Kontraindikationen

- Überempfindlichkeit auf einen der Inhaltsstoffe
- Schwangerschaft

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

- relative Kontraindikationen / Anwendungseinschränkungen
Untersuchungen sind nur dann durchzuführen, wenn der Nutzen der Untersuchung das mit der Strahlenexposition verbundene Risiko übersteigt. Dies gilt insbesondere bei der Anwendung an Kindern oder Jugendlichen sowie an stillenden Frauen.
Bei Patienten mit Diabetes Mellitus kann es zu erheblichen Veränderungen der Gewebsverteilung und der Glukosestoff-wechselraten kommen. Akut entzündliche sowie regenerative Prozesse nach operativen Eingriffen können zu einer erheblichen 2-FDG Anreicherung führen, so dass zwischen Tumorgewebe und normalem Gewebe nicht unterschieden werden kann.
- Strahlenschutz
Radioaktive Präparate sind mit besonderer Sorgfalt und unterstrengen Strahlenschutzmassnahmen zu handhaben, um die Strahlenbelastung sowohl bei den Patienten als auch beim Personal möglichst niedrig zu halten. Jede Anwendung von Radiopharmazeutika an Patienten liegt ausschliesslich in der Kompetenz und Verantwortung eines behördlich bewilligten Nuklearmediziners. In jedem Fall hat die Verabreichung unter den Regeln des Strahlenschutzes stattzufinden.
Eine Venenkanüle ist vor der Untersuchung anzulegen und erst nach der Untersuchung zu entfernen. Die Injektion muss streng intravenös erfolgen, um eine Bestrahlung infolge lokaler Paravaste sowie Artefakte in der Bilddarstellung zu vermeiden.
Der Patient ist während des ganzen Verfahrens sorgfältig zu überwachen. Um die Strahlenexposition der Blase zu vermindern, muss der Patient genügend hydriert sein (nur Wasser, keine kohlenhydrathaltigen Getränke) und aufgefordert werden nach der Untersuchung reichlich zu trinken und häufig die Blase zu entleeren.

Interaktionen

Vor der Applikation von 2-FDG ist ein Blut-Glucose-Test durchzuführen. Bei Hyperglykämie oder Patienten mit unkontrolliertem Diabetes Mellitus kann die Untersuchung nicht durchgeführt werden.
Die Co-Medikation des Patienten ist zu beachten, da die Glucose-Aufnahme in die Zellen dadurch beeinflusst werden kann.
Entzündliche Prozesse können zu falsch positiven Resultaten führen, weshalb eine sorgfältige Anamnese unabdingbar ist.

Schwangerschaft, Stillzeit

Es liegen keine Erkenntnisse über die Anwendung von 18F-Fluoroglukose ZRP während der Schwangerschaft vor. Nuklearmedizinische Untersuchungen bei Schwangeren beinhalten auch eine Strahlenexposition der Feten. Die Verabreichung von 370 MBq ergibt eine im Uterus absorbierte Dosis von 7,4 mGy. Strahlendosen über 0,5 mGy werden für die Feten als potentielles Risiko betrachtet. Frauen im gebärfähigen Alter sollten, falls eine Behandlung notwendig ist, bis zu 2 Wochen danach eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Vor der Verabreichung von 2-FDG muss eine Schwangerschaft mit Sicherheit ausgeschlossen werden. 18F-Fluoroglukose ZRP geht in die Muttermilch über. Bevor das Medikament verabreicht wird, ist zu prüfen, ob eine Verschiebung der Untersuchung auf einen Zeitpunkt nach Beendigung der Stillperiode klinisch zu verantworten ist. Falls eine Anwendung erforderlich ist, sollte das Stillen nach der Verabreichung für mindestens 12 Stunden unterbrochen und die Muttermilch verworfen werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.

Unerwünschte Wirkungen

Es sind bislang keine unerwünschten Wirkungen bekannt geworden, die ein medizinisches Eingreifen erfordert haben. Folgende unerwünschte Wirkungen mit der Angabe der Häufigkeit in % wurden beobachtet, die in einem möglichen Kausalzusammenhang mit der Anwendung stehen.
Vaskuläre Störungen
- kurzlebige Hypotonie (1 %)
Metabolische Störungen
- Hypo- oder Hyperglykämie (2%)
Untersuchungen
- kurzlebige Erhöhung der alkalischen Phosphatase (1%)

Überdosierung

Die Aktivität muss vor jeder intravenösen Anwendung zur Bestimmung der Dosierung gemessen werden. Eine Überdosierung im pharmakologischen Sinn ist bei den zur Diagnose eingesetzten Dosierungen nicht zu erwarten. Bei Überdosierungen der Radioaktivivität kann die Strahlenexposition durch den Harnfluss fördernde Massnahmen (forcierte Diurese) und häufige Blasenentleerung reduziert werden.

Eigenschaften/Wirkungen

-ATC-Code V09IX04
-Physikalische Eigenschaften
[18F]Fluor hat eine Halbwertszeit von 110 Minuten und zerfällt unter Positronenemission mit einer maximalen Energie von 0.633 MeV, gefolgt von Gammastrahlen durch Positron/Elektron-Paarvernichtung mit einer Energie von 0.511 MeV.
-Chemische Eigenschaften
18F-Fluoroglukose ZRP kann geringe Konzentrationen der chemisch identischen Substanz Fluor-2-desoxy-D-glukose, mit dem nicht radioaktiven, natürlich vorkommenden Isotop 19F-Fluor enthalten. 18F-Fluoroglukose ZRP kann geringe Konzentrationen von Substanzen, die chemisch mit Fluor-2-desoxy-D-glukose verwandt sind enthalten (Siehe Rubrik „ Spezifikationen“).
-Wirkungsmechanismus
2-[18F]Fluor-2-desoxy-D-glukose ist ein Glukose-Analogon, das wohl noch von der Hexokinase zum 2-FDG-6-Phosphat phosphoryliert wird, aber wegen seiner etwas anderen Struktur nicht mehr als Substrat dienen kann, weder für die weitere Glykolyse, noch zur Glykogensynthese, noch im Pentose-Phosphat-Zyklus und deshalb in der Zelle liegen bleibt. Es wird deshalb vor allem im Hirn und im Herzen - den beiden Organen mit dem grössten Glukose Umsatz - angereichert, und daraus kann der Glukose-Metabolismus im entsprechenden Organ mit Hilfe einer PET-Kamera (Positron Emissions-Tomographie) und einem entsprechenden Computersystem berechnet und dargestellt werden.
-Pharmakodynamik / Klinische Wirksamkeit
Das Medikament ist ein nuklearmedizinisches Diagnostikum. Bei den zur Anwendung kommenden Substanzmengen sind nach bisherigen Erkenntnissen keine pharmakodynamischen Wirkungen zu erwarten.

Pharmakokinetik

-Absorption und Distribution
Nach intravenöser Applikation reichert sich 2-[18F]Fluor-2-desoxy-D-glukose vor allem im Hirn und im Herzen an. Beim Menschen ist die Clearance aus dem arteriellen Blut rasch und folgt einer dreifach exponentiellen Elimination: Die erste Komponente hat eine Halbwertszeit von 0.2 - 0.3 min, die zweite eine Halbwertszeit von 10- 13 min (11.6 ± 1.1 min) und die dritte hat eine Halbwertszeit von 80- 95 min (88 ± 4 min). Messungen der Hirnextraktion wurden von Jones et al. 33 Minuten nach der Injektion an acht Personen durchgeführt. Nach 33 min p.I. wurden im Durchschnitt 3.95 % (S.E.M. = 0.5 %) der injizierten Dosis vom Hirn extrahiert. Das 2-[18F]Fluor-2-desoxy-D-glukose-6-phosphat steigt im Hirn 80 –100 min p.I. an und bleibt auf diesem Plateau bis 180 min.p.l. Die biologische Halbwertszeit der 2-Desoxy-D-glukose im Hirn beträgt in der grauen Substanz 8 Stunden, in der weissen Substanz 10 Stunden. Die normale myokardiale 2-[18F]Fluor-2-desoxy-D-glukose-Extraktion ist rasch und beträgt beim Mensch 1 - 4 % (3.3 ± 1.0 %). Die Herz Clearance ist über eine 4h Periode nicht bedeutend.
Die Kontrast-Verhältnisse 40 - 60 min p.I. sind sehr gut:
Linker Ventrikel : Rechter Ventrikel = 2.5 : 1
Linker Ventrikel : Blut = 12 - 16 : 1
Linker Ventrikel : Lunge = 12 - 30 : 1
Linker Ventrikel : Leber = 6 - 12 : 1
- Metabolismus
Die 2-FDG wird einzig und allein zum 2-FDG-6-Phosphat phosphoryliert, das dann in den Zellen liegen bleibt und sich dort anreichert. Die Leber weist eine hohe Glukose-6-Phosphatase-Konzentration auf, die Glukose-6-Phosphat - und natürlich auch 2-FDG-6-Phosphat zur Glukose und zur 2-FDG zurückverwandelt, die dann zurück in den Blutstrom ausgeschüttet werden. Dies deckt sich mit den Beobachtungen, dass die 2-FDG in der Leber nicht zurückgehalten wird.
-Elimination
Die Ausscheidung der 2-[18F]Fluor-2-desoxy-D-glukose geschieht rasch über den Urin. Die Ausscheidung mit dem Urin erfolgt deshalb so schnell, weil die 2-[18F]Fluor-2-desoxy-D-glukose die Glomeruli passiert, aber nicht mehr vollständig durch die Tubuli resorbiert wird.

Präklinische Daten

- Akute Toxizität
400 mg nicht-radioaktives 2-FDG / kg Körpergewicht wurde bei Ratten i.p. appliziert, die keine Veränderungen zeigten. Diese Menge liegt ca. um einen Faktor 5x1010 höher als diejenige, die zur Untersuchung des Glukose-Metabolismus beim Menschen verabreicht wird (0.5 ng 2-FDG / Untersuchung).
- Subakute Toxizität
Mäuse und Hunde erhielten dreimal 2-FDG in Intervallen von je einer Woche i.p. bzw. i.v. verabreicht (Mäuse 14.3mg / kg und Hunde 0.72 mg / kg Körpergewicht). Es waren bei beiden Tierarten keine Veränderungen erkennbar.
- Genotoxizität, Karzinogenität, Reproduktionstoxizität
Es liegen keine Studien zur Beurteilung vor.

Sonstige Hinweise

- Inkompatibilitäten
Das Arzneimittel darf nur mit 0.9% parenteraler Kochsalzlösung gemischt werden.
- Beeinflussung diagnostischer Methoden
Vor der Applikation von 2-FDG ist ein Blut-Glucose-Test durchzuführen. Bei Hyperglykämie oder Patienten mit unkontrolliertem Diabetes Mellitus kann die Untersuchung nicht durchgeführt werden.
Die Co-Medikation des Patienten ist zu beachten, da die Glucose-Aufnahme in die Zellen dadurch beeinflusst werden kann.
Entzündliche Prozesse können zu falsch positiven Resultaten führen, weshalb eine sorgfältige Anamnese unabdingbar ist.
- Haltbarkeit
18F-Fluoroglukose ZRP erhält kein Konservierungsmittel. Die Zubereitung sollte innerhalb von 10 Stunden nach dem Ende der Synthese verwendet werden (Zeitpunkt der Kalibrierung), die auf dem Behältnis Etikett angegeben wird.
- Besondere Lagerungshinweise
Dieses Arzneimittel muss in Übereinstimmung mit den nationalen Vorschriften für radioaktives Material gelagert werden.
Das radioaktive Arzneimittel muss aufrecht bei Raumtemperatur (15-25°C) im Originalbehältnis und Bleitopf aufbewahrt werden.
- Hinweise für die Handhabung
Zur Reduzierung der Aktivität kann die Lösung mit 0.9 % parenteraler Kochsalz Lösung verdünnt werden. Bei allen Manipulationen soll eine aseptische Arbeitstechnik eingehalten werden.
- Gesetzliche Bestimmungen
Die Anwendung radioaktiver Stoffe an Menschen ist durch die Strahlenschutzverordnung gesetzlich geregelt. Für den Umgang mit den radioaktiven Stoffen ist eine Bewilligung des Bundesamtes für Gesundheit erforderlich. Beim Umgang mit radioaktiven Stoffen sowie der Beseitigung aller anfallenden radioaktiven Abfälle sind die Schutzvorkehrungen der oben erwähnten Verordnung zu beachten, um jede unnötige Strahlenbelastung von Patienten und Personal zu vermeiden. Jede Anwendung von Radiopharmazeutika an Patienten liegt ausschliesslich in der Kompetenz und Verantwortung eines behördlich bewilligten Nuklearmediziners. Die nicht verbrauchten radioaktiven Lösungen und die mit diesen kontaminierten Gegenstände müssen, bis zum Abklingen der Aktivität auf die Freigrenze des Radionuklids, in einem für diese Zwecke eingerichteten Abklingraum aufbewahrt werden. Die Strahlenschutzverordnung (StSV, SR 814.501) ist zu beachten.

Zulassungsnummer

65212 (Swissmedic)

Packungen

11 ml oder 15 ml Vial mit der nach dem Bedarf des Anwenders darin enthaltenen Aktivität, 100 – 50’000 MBq (zum Zeitpunkt der Abfüllung). ( A )

Zulassungsinhaberin

Zentrum für Radiopharmazeutische Wissenschaften von ETH, PSI und USZ Zentrum für Radiopharmazie, Nuklearmedizin USZ 8091 Zürich, Rämistr. 100, Tel 044 255 48 11, Fax 044 255 44 04

Stand der Information

Dezember 2015

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